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Barfußlaufen mit Sole Runner Teil 1

B like Barefoot!

Ich liebe es im heimischen Garten barfuß unterwegs zu sein und keine einengenden Schuhe tragen zu müssen und dadurch auf das Thema Barfußlaufen aufmerksam geworden. Ich wollte im Alltag anfangs nicht komplett barfuß (ohne Schuhe) unterwegs sein, da ich es mir von Berufswegen nicht möglich ist. Daraufhin bin ich auf das Thema Barfußschuhe aufmerksam geworden. Barfußschuhe sind eine klasse Alternative für den Alltag bzw. auch für den Einstieg des Barfußlaufens.

Was sind Barfußschuhe?

Barfußschuhe unterscheiden sich zu konventionellen Schuhen in der Eigenschaft, dass sie fast keine Sohle besitzen und keine statische Form haben. Lediglich ein wasserundurchlässiger Gummiboden trennt den Fuß von der Straße. Somit hat der Fuß eine maximale Beweglichkeit und wird in keine Form gepresst. Bei herkömmlichen Schuhen ist der Fuß größtenteils eingeengt und in seiner Form eingeschränkt, wodurch Fehlstellungen begünstigt werden.

Warum sollte ich Barfußlaufen?

Sole-Runner-Logo_200Wie so oft schießt sich der Mensch durch gewisse Erfindungen selber ins Knie. Ebenso verhält es sich bei Schuhen. Durch unnatürliche Schuhformen und einer permanenten Enge innerhalb des Schuhs wird der Fuß zunehmend verformt, wodurch Spreiz, Plattfüße und andere Fußfehlstellungen entstehen können. Letztendlich wird dadurch die Gangart verändert, womit sich unter Umständen auch die Körperhaltung negativ ausprägt. Um diesen Einflüssen entgegenzuwirken, sollte man so oft es geht barfuß gehen.

Mein Laufstil veränderte sich durch weiche Sohlen auch bei mir. Um das Kniegelenk zu schonen, rollen wir uns üblicherweise über die Fußmitte ab. Durch konventionelle Schuhe jedoch wird der Großteil über die Ferse abgefedert. Dieser Unterschied ist gerade in den ersten Tagen und Wochen beim Barfußlaufen zu spüren. Ich fühlte mich wie ein Trampel, weil keine Sohle mehr die Geräusche dämpft bzw. der Fuß und die Gelenke sich selbst federn müssen.

Lernen richtig zu gehen

Wie bereits beschrieben, neigen wir in konventionellen Schuhen zu einem Fersengang. Die Sohle des Schuhs polstert jeden Schritt. Die eigentlich falsche Gehweise fällt uns somit gar nicht auf. Wenn wir Barfußgehen und kommen über die Ferse auf, merken wir schnell, dass es teilweise unangenehm wird. Das liegt an der Tatsache, dass die Ferse den „Aufprall“ nicht abdämpft, sondern dieser direkt ins Bein bis in den Kopf übergeht.

Eine korrekte Gehweise findet über die Fußmitte bzw. den Fußballen statt. Bei dieser Technik, auch Ballengang genannt, federn die Fußgelenke die Schritte besser ab. Die Umstellung der Gangart bedarf etwas Zeit und funktioniert nicht von jetzt auf gleich. Wertvolle Tipps und eine Gangschule habe ich auf farbsslaufen.tv entdeckt.

Wer plant, barfuß gehen zu wollen, sollte sich unbedingt die Gangschule anschauen!

Die richtige Wahl treffen

Früher noch eine Rarität gibt es heutzutage ebenso viele verschiedene Formen wie Hersteller von Barfußschuhen. Das Oberflächenmaterial ist bei dem Großteil leider aus Leder, weshalb die Auswahl der Schuhe für mich eingeschränkter war, was aber nicht heißt, dass es keine große Auswahl gibt. Für mich waren zwei Dinge sehr wichtig. Die Schuhe müssen wasserdicht sein und ein schlichtes Design besitzen. Meine Wahl fiel nach langer Suche auf die Sole Runner FX Trainer 3

Durch sein Außenmaterial (Synthetik) ist der Barfußschuh sehr leicht und angenehm zu tragen. Besonders genial ist die Qualität. Ich war am Anfang skeptisch, ob die Nähte ordentlich geklebt wurden. Hier spricht die Qualität Made in Germany für sich. Auch bei nassem Untergrund, Regen und sogar Schnee bleiben die Füße trocken. Optional besteht die Möglichkeit eine Einlegesohle für kältere Tage einzulegen oder wenn die Belastung der Muskulatur anfangs doch zu stark ist. Was mir bei Solerunners besonders positiv auffiel, ist der Einsteigerguide. Der Käufer wird nicht allein gelassen. Es gibt sowohl eine Anleitung, wie man die korrekte Schuhgröße anhand der Größentabelle ermittelt und eine eigens dafür vorgesehene Seite die sich mit den Grundlagen des Barfußlaufens beschäftigt. Dadurch konnte ich mir viel Zeit und Nerven sparen. 🙂

 Fazit

Ich verspürte in den ersten 3 Tagen einen leichten Muskelkater in der Tiefenmuskulatur der Beine, was sich jedoch sehr gut angefühlt hat. Die vermuteten Knieschmerzen blieben bis auf einen Messetag aus. Das war für mich der erste Beweis, dass es gesünder ist barfuß zu gehen, da ich meine Muskulatur gezielter anspreche. Durch den Gang ohne Schuhe, werden Muskelgruppen gestärkt, die in einem herkömmlichen Schuh nicht angesprochen werden und nahezu verkümmern.

Traut euch den Schritt barfuß zu laufen. Wenn nicht mit nacktem Fuß, dann mit Barfußschuhen. Euer Körper dankt es euch. Ich bin voll auf begeistert und freue mich auf die nächsten Monate. Ich habe die Schuhe anfangs nur für kurze Strecken bzw. wenige Stunden angezogen um die Füße und Gelenke nicht zu überlasten. Nach 27 Jahren mit Schuhen wollte ich nichts überstürzen. Ich werde nach 3 Monaten noch einen zweiten Teil, fortführend für diesen Beitrag veröffentlichen, um meine Erfahrungen mit euch zu teilen.

#barfuß, #laufen, #sole runner